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Arbeitsanweisungen als effektive Werkzeuge

Mit den richtigen Werkzeugen wissen was zu tun ist

„Es gibt nichts Schrecklicheres als eine tätige Unwissenheit.“ (Johann Wolfgang von Goethe)

Ja, dem ist tatsächlich so. Denn auf gut Glück etwas erledigen zu wollen, endet geradezu fast immer im Chaos. Wer nicht genau weiß, was er eigentlich tun möchte und wie er seine Ziele am besten erreichen kann, verliert schnell Lust, Nerven und Zeit. Genau das erleben täglich viele Mitarbeiter weltweit in Unternehmen.
Wissen und Verständnis sind entscheidend, um die Realität besser zu verstehen und zu bewältigen.

Strukturierter, schneller und zufriedener arbeiten durch schriftliche Arbeitsanweisungen …
Gibt es die perfekten Arbeitsanweisungen?
Es gibt keine perfekten Arbeitsanweisungen, da die Anforderungen, Bedürfnisse wie auch Prozesse von Unternehmen stark variieren können.
Eine gute Arbeitsanweisung sollte nicht perfekt aber dafür effektiv sein. Sie sollte klar und verständlich beschreiben, wie eine Arbeit korrekt und sicher auszuführen ist. In Unternehmen sorgen Arbeitsanweisungen dafür, dass alle Mitarbeitenden nach denselben Regeln arbeiten. Dadurch sollen die Arbeitsprozesse effizienter und sicherer werden und die Qualität der Ergebnisse konstant bleiben.

Einleitung

In nahezu jedem Unternehmen spielen heutzutage Arbeitsanweisungen eine sehr wichtige Rolle. Als unterstützendes Werkzeug helfen sie dabei, Arbeitsabläufe klar zu strukturieren und sicherzustellen, dass die auszuführenden Tätigkeiten korrekt und einheitlich durchgeführt werden. Insbesondere in Unternehmen, in denen mehrere Personen zusammenarbeiten und/oder komplexe Prozesse stattfinden, sind gut formulierte Arbeitsanweisungen unverzichtbar.

Eine Arbeitsanweisung beschreibt schrittweise, wie eine bestimmte Tätigkeit von Mitarbeitenden auszuführen ist und gibt ihnen somit eine klare Orientierung zur Ausführung von Arbeitsschritten. Dadurch soll verhindert werden, dass Arbeitsschritte unterschiedlich interpretiert wie auch ausgeführt werden und mögliche Fehler entstehen können.

Das Erstellen und Verfassen von Arbeitsanweisungen ist jedoch nicht immer einfach und eine Kunst für sich. Eine gut verfasste und effektive Arbeitsanweisung muss klar verständlich, präzise und vollständig sein. Gleichzeitig darf sie nicht zu kompliziert oder zu umfangreich formuliert werden. Genau hier entstehen häufig die Problematiken.

In diesem Blogbeitrag wird zunächst beschrieben, was Arbeitsanweisungen überhaupt sind, warum sie so wichtig sind und wie man eine gute Arbeitsanweisung unter Berücksichtigung möglicher Problematiken/Verbesserungsmöglichkeiten formulieren kann.

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Was sind Arbeitsanweisungen?

Arbeitsanweisungen (Englisch: Standard Operation Procedures oder Work Instructions) sind schriftliche oder in seltenen Fällen auch mündliche Vorgaben, die genau festlegen, wie bestimmte Tätigkeiten oder Arbeitsschritte durchgeführt werden sollen. Sie dienen dazu wiederkehrende Arbeitsabläufe zu standardisieren, Fehler zu vermeiden und die Qualität sowie Sicherheit bei der Arbeit zu gewährleisten. Sie beschreiben den Arbeitsablauf so genau, dass auch außenstehende Personen, die die Tätigkeit oder die Arbeitsschritte nicht kennen, diese korrekt ausführen können.

In vielen Unternehmen werden in der Regel Arbeitsanweisungen schriftlich festgehalten. Dadurch können Arbeitsanweisungen jederzeit nachgelesen werden und sind für alle Mitarbeitenden gleichermaßen gültig. Besonders in den Bereichen wie Produktion, Technik, Verwaltung, Pflege und Gastronomie sind Arbeitsanweisungen sehr verbreitet.

Eine Arbeitsanweisung beschreibt verständlich, verpflichtend und verbindlich, wann, wo und auf welche Art und Weise eine Tätigkeit bzw. Arbeitsschritte auszuführen sind. Typische Inhalte einer guten Arbeitsanweisung sind1:

  • Titel
  • Zweck und Ziel
  • Aufgaben bzw. Geltungsbereich
  • Begriffserklärungen
  • Zuständigkeiten oder betroffene Stellen
  • Beschreibung der Teilaufgaben oder Tätigkeiten: Arbeitsschritte, deren Reihenfolge und Informationen, mit der die Anweisung auszuführen ist
  • Ressourcen, Materialien und Hilfsmittel
  • Orte
  • Dauer oder Vorgabezeit
  • Erforderliche Qualifikationen
  • Schutzbestimmungen und Sicherheitsaspekte
  • Erwartete Ergebnisse
  • Dokumentationspflichten (was, wo, wie, wer)
  • Wichtige Unterlagen zur Ergänzung der Arbeitsanweisung
  • Angaben zu den Personen, die die Arbeitsanweisung erstellt, geprüft und freigegeben haben

Eine Arbeitsanweisung kann im Falle eines einfachen Arbeitsablaufes sehr kurz beschrieben sein. Bei komplexeren Arbeitsabläufen wiederum mehrere Seiten umfassen.

Die primären Ziele von Arbeitsanweisungen sind unter anderem:

  • Einheitliche Durchführung von Arbeitsprozessen
  • Sicherstellung der Arbeitsqualität
  • Vermeidung von Fehlern und Missverständnissen
  • Einhaltung von Sicherheits- und Hygienevorschriften

Unterstützung neuer Mitarbeiter bei der Einarbeitung

Wie formuliert man gute Arbeitsanweisungen?

Bei der Formulierung von Arbeitsanweisungen sollte man einige wichtige Grundregeln beachten. Das Ziel dabei ist es immer die Erstellung einer klaren, verständlichen und vollständigen Anleitung für die Ausführung von Arbeitsschritten.

Zur Erstellung von Arbeitsanweisungen kann man sich an den drei Erstellungsphasen aus Tabelle 1 orientieren.

Tabelle 1: Drei Erstellphasen einer Arbeitsanweisung2

Bei der Erstellung einer Arbeitsanweisung besteht der erste Schritt darin, die Arbeitsabläufe/Aufgaben/Arbeit genau zu verstehen. Hierbei muss man den gesamten Arbeitsprozess kennen und verstehen. Dazu gehört es auch zu wissen, welche Materialien benötigt werden, welche Reihenfolge die Arbeitsschritte haben und welche möglichen Fehler auftreten können. Meist beginnt sie mit einer kurzen Beschreibung des Ziels der Tätigkeit. Danach folgt eine Liste der benötigten Materialien und/oder Werkzeuge. Der wichtigste Teil ist die Beschreibung der einzelnen Arbeitsschritte. Diese sollten in einer klaren Reihenfolge dargestellt werden, meist in Form einer nummerierten Liste. Jeder Schritt sollte so formuliert werden, dass er leicht nachvollziehbar und durchführbar ist. Neben den Arbeitsschritten können auch zusätzliche Hinweise, wie beispielsweise Sicherheitsvorschriften, Hygieneregeln oder Tipps zur Fehlervermeidung, enthalten sein.

Des Weiteren sollte bei der Formulierung eine einfache und klare Sprache verwendet werden. Lange und/oder kompliziert Sätze können dazu führen, dass die Arbeitsanweisungen schwer verständlich sind. Kurze und eindeutig formulierte Sätze sind in diesem Fall besser geeignet. Auch Bilder, Diagramme oder Fotos können eine Arbeitsanweisung verständlicher machen. Besonders bei technischen Tätigkeiten oder komplexen Handgriffen ist eine visuelle Darstellung oft hilfreicher als eine reine Textbeschreibung. Getreu dem Motto „Bilder sagen mehr als 1000 Worte“.

Auch die Struktur der Arbeitsanweisungen spielt eine wichtige Rolle. Einheitliche Überschriften, Absätze, Aufzählungen wie auch ein festgelegter Schrifttyp und eine festgelegte Schriftgröße helfen dabei, die Texte übersichtlich zu gestalten.

Mithilfe der folgenden W-Fragen kann eine Arbeitsanweisung logisch aufgebaut bzw. eine bereits vorhandene Arbeitsanweisung verbessert werden (siehe Tabelle 2):

Tabelle 2: Übersicht der W-Fragen zur Erstellung einer Arbeitsanweisung

Tabelle 2: Übersicht der W-Fragen zur Erstellung einer Arbeitsanweisung 1

Das folgende Beispiel zeigt eine einfache Formulierung einer Arbeitsschritt-Beschreibung zur Vorbereitung eines Arbeitsplatzes:

  1. Arbeitsplatz vorbereiten.
  2. Benötigte Materialien bereitstellen.
  3. Gerät einschalten und Einstellungen prüfen.
  4. Arbeitsschritt durchführen.
  5. Ergebnis kontrollieren.
  6. Arbeitsplatz reinigen und aufräumen.

Das nachfolgende folgende Beispiel zeigt eine einfache Formulierung einer Arbeitsschritt-Beschreibung zur Reinigung eines Arbeitsplatzes:

  1. Arbeitsmaterialien wegräumen.
  2. Oberfläche mit geeignetem Reinigungsmittel säubern.
  3. Arbeitsgeräte reinigen und trocknen.
  4. Abfälle ordnungsgemäß entsorgen.
  5. Arbeitsplatz kontrollieren und sauber hinterlassen.

Eine Arbeitsanweisung ist nur dann hilfreich, wenn alle wichtigen Informationen strukturiert, verständlich und eindeutig erfasst werden.

Die vier erfolgreichen Formulierungsfaktoren für eine gute und effektive Arbeitsanweisung sind2:

  1. Kurze und knappe Formulierung
  2. Klare und deutliche Formulierung
  3. Visuell unterstützte Formulierung
  4. Glaubwürdige und konsistente Formulierung

In vielen Unternehmen werden daher vorab schon Vorlagen mit vordefinierten Punkten erstellt. Anhand dieser Vorlagen werden einheitliche und optisch ansprechende Arbeitsanweisungen erstellt und geführt. Die Mitarbeitenden müssen den Sinn und Zweck der Arbeitsanweisungen verstehen und als echtes Hilfsmittel ansehen. Hierbei ist wichtig, dass die erfahrenen Mitarbeiter, die die Arbeitsabläufe in- und auswendig kennen bei der Erstellung beratend zur Seite stehen. Oftmals funktionieren Arbeitsanweisungen nur in der Theorie, da das Verfassen durch praktischentfernte Mitarbeiter erfolgt. Mitarbeiter, die die Tätigkeiten und Prozesse tagtäglich praktisch durchführen, können am besten beurteilen, was für ihr Unternehmen gut funktioniert und was nicht. Dadurch steigt die Authentizität der Arbeitsanweisungen wie auch die Akzeptanz für die jeweiligen Arbeitsschritte.

Problematiken und Optimierungen bei der Arbeitsanweisungs-Formulierung

Obwohl Arbeitsanweisungen grundsätzlich sehr hilfreiche Werkzeuge sind, kann das Schreiben von ihnen sehr mühsam sein und einige typische Problematiken mit sich bringen. Diese Problematiken können dazu führen, dass eine Arbeitsanweisung unklar, unvollständig oder schwer verständlich formuliert wird.
Nichtsdestotrotz ist die Erstellung von Arbeitsanweisungen ein unterschätzter und wertschöpfender Vorgang. Arbeitsprozesse werden dabei kritisch analysiert und weiterentwickelt. Im Endeffekt sollen Arbeitsanweisungen nicht einem Selbstzweck dienen, sondern genutzt werden als Mittel zur Prozessoptimierungen.

Mitunter ist ein sehr häufig auftretendes Problem die sogenannte Fachblindheit von Mitarbeitern in Unternehmen. Mitarbeiter, die ihre Tätigkeiten schon über mehrere Jahre ausüben, halte viele Arbeitsschritte für selbstverständlich. Doch deine Routine kann zu Betriebsblindheit und Fehlern führen. Beim Schreiben einer Arbeitsanweisung können durch diese Personen manchmal wichtige Details vergessen werden. Für die Einarbeitung neuer Mitarbeiter könnten gerade diese fehlenden Informationen jedoch entscheidend sein.
Ein weiteres Problem kann eine zu komplizierte Sprache sein. Wenn viele Fachbegriffe oder lange und verschachtelte Sätze verwendet werden, kann der Text schwer verständlich werden. Insbesondere Personen ohne viel praktische Berufserfahrung können Schwierigkeiten haben, Arbeitsanweisungen korrekt umzusetzen.

Auch eine unklare Reihenfolge von Arbeitsschritten kann problematisch sein. Wenn die Arbeitsschritte nicht logisch aufeinander folgen oder wichtige Informationen fehlen, kann dies zu Unstimmigkeiten führen. Im schlimmsten Fall kann die Arbeit falsch ausgeführt werden.
Ein weiteres häufiges Problem kann sein, dass Arbeitsanweisungen zu allgemein formuliert werde. Wenn in einer Anweisung beispielsweise nur beschrieben ist „Gerät vorbereiten“, ohne eine genaue Erläuterung, was damit gemeint ist, bleibt viel Interpretationsspielraum für den auszuführenden Mitarbeiter. In diesem Fall kann eine solche Anweisung durch unterschiedliche Personen unterschiedlich interpretiert werden.

Das Gegenteil kann jedoch ebenfalls problematisch sein. Wenn eine Arbeitsanweisung zu detailliert oder zu lang beschrieben ist, kann der auszuführende Leser schnell den Überblick verlieren. Die wichtigsten Informationen können somit in vielen kleinen Details untergehen.
Arbeitsprozesse können sich im Laufe der Zeit verändern. Daher sollten Arbeitsanweisungen in regelmäßigen Abständen überprüft und aktualisiert werden, um zu vermeiden, dass die Mitarbeiter nicht nach alten Vorgaben, die nicht mehr zum aktuellen Arbeitsablauf passen, arbeiten.
Ein weiterer entscheidender Aspekt sind die Zielgruppe der Arbeitsanweisungen. Diese sollten immer auf die Personen abgestimmt werden, die sie verwenden sollen. Wenn diese für Fachkräfte verfasst wurde, kann sie mehr Fachbegriffe enthalten. Für neu einzuarbeitende Mitarbeiter sollte sie wiederum einfacher formuliert sein.

Zur Vermeidung der zuvor genannten Problematiken können verschiedene Optimierungsmaßnahmen helfen.
Eine sehr hilfreiche Maßnahme ist das Testen der Arbeitsanweisungen. Dabei liest eine andere Person die Anleitung und versucht, die beschrieben Tätigkeiten danach auszuführen. Wenn dabei Fragen oder auch Problematiken auftreten, kann die Arbeitsanweisung entsprechend optimiert werden.
Zudem können auch Bilder, Diagramme oder Fotos eine Arbeitsanweisung verständlicher machen. Insbesondere bei technischen Tätigkeiten oder schwierigen Handgriffen ist eine visuelle Darstellung oft hilfreicher als eine reine Textbeschreibung.
Darüber hinaus sollten Arbeitsanweisungen bei sich ändernden Arbeitsprozessen regelmäßig überprüft, aktualisiert und auf dem neusten Stand durch eine Revisionierung gehalten werden.
Letztendlich ist es auch entscheidend beim Verfassen von Arbeitsanweisungen immer die Perspektive der späteren Nutzer einzunehmen. Man sollte sich die Fragen stellen, ob alle Arbeitsschritte verständlich erklärt worden sind und ob jemand ohne Vorwissen die erforderlichen Tätigkeiten durchführen kann. Zum Abschluss hin sollten die Anweisungen nochmal komplett im 4-Augen-Prinzip überprüft werden bis es zur finalen Freigabe geht.

 

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Warum spielen Arbeitsanweisungen in Unternehmen eine wichtige Rolle?

In einem Unternehmen erfüllen Arbeitsanweisungen mehrere wichtige Funktionen.

In erster Linie sorgen Arbeitsanweisungen für einheitliche Arbeitsabläufe (Standardisierung). Wenn mehrere Personen dieselben Aufgaben erledigen, besteht ohne klare Vorgaben die Gefahr, dass jede Person anders arbeitet. Die unterschiedlichen Arbeitsweisen können zu unterschiedlichen Ergebnissen oder im schlimmsten Fall sogar auch zu Fehlern führen. Durch eine klar formulierte und verständliche Arbeitsanweisung wissen alle Mitarbeitenden genau wie sie vorgehen müssen. Unnötige Schritte werden vermieden und die Produktivität wird gesteigert, da alle Beteiligten ihre Aufgaben genau kennen.

Arbeitsanweisungen dienen auch als Dokumentation von Wissen und Erfahrungswerten. Dies ist insbesondere nützlich beim Ausfall von Mitarbeitern, weil hier bei das Wissen weiterhin im Unternehmen bestehen bleibt. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Qualitätssicherung. Wenn alle Arbeitsschritte festgelegt sind, kann die Qualität eines Produktes oder einer Dienstleistung konstant gehalten werden. Die ist besonders wichtig für Unternehmen, die hohe Qualitätsstandards einhalten müssen. Arbeitsanweisungen sind auch sehr hilfreich für die Einarbeitung neuer Mitarbeiter. Neue Mitarbeiter können schneller eingearbeitet werden und die notwendigen Arbeitsschritte besser verstehen. Dadurch sind sie nicht auf durchgehende Unterstützung angewiesen.

Des Weiteren spielen Arbeitsanweisungen eine wichtige Rolle für den Bereich der Arbeitssicherheit. Innerhalb vieler Arbeitsabläufe bzw. Tätigkeiten verbergen sich Risiken, wie etwa durch Maschinen, Chemikalien oder körperliche Belastung. In diesem Fall können Arbeitsanweisungen klare Sicherheitsregeln enthalten, welche Unfälle verhindern sollen als auch Fehler verringern.

In vielen Branchen sind schriftliche Arbeitsanweisungen notwendig, um den gesetzlichen Anforderungen und den Vorgaben von Zertifizierungsstellen (wie ISO-Normen) zu entsprechen. Darüber hinaus erleichtern Arbeitsanweisungen auch die Organisation und Kontrolle von Arbeitsprozessen. Vorgesetzte können unter anderem anhand von Arbeitsanweisungen überprüfen, ob die Arbeitsprozesse korrekt ausgeführt worden sind.

Zusammenfassung

Arbeitsanweisungen sind ein wichtiger Bestandteil vieler Arbeitsprozesse und somit ein effektives Werkzeug. Sie sorgen dafür, dass Tätigkeiten/Arbeitsprozesse/Aufgaben klar, sicher und einheitlich ausgeführt werden können. Vor allem in Unternehmen mit vielen Mitarbeitern und komplexen Arbeitsabläufen.
Das Erstellen von Arbeitsanweisungen erfordert jedoch eine sorgfältige Planung. Eine gute Arbeitsanweisung muss verständlich, vollständig und logisch aufgebaut sein. Gleichzeitig sollte sie übersichtlich bleiben und sich an ihre Zielgruppen orientieren.

Beim Verfassen können verschiedene Problematiken auftreten, wie etwa fehlende Informationen, komplizierte Formulierungen oder eine unklare Struktur. Durch eine klare Sprache, einen logischen Aufbau und regelmäßige Überprüfungen lassen sich diese Problematiken jedoch reduzieren.

Gut formulierte Arbeitsanweisungen tragen letztlich dazu bei, Arbeitsprozesse zu verbessern, Fehler zu vermeiden und die Zusammenarbeit in einem Unternehmen zu verbessern.

Arbeitsanweisungen birgen sowohl Vor- als auch Nachteile, die im Arbeitsumfeld je nach Anwendungsbereich unterschiedlich ins Gewicht fallen können. Die Tabelle 3 zeigt eine Gegenüberstellung der vorwiegend positiven wie auch negativen Aspekte.

Tabelle 3: Vor- und Nachteile von Arbeitsanweisungen

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